Bei meinem beruflichen Experimenten beschäftige ich mich hauptsächlich mit Java / Vaadin bzw. allgemein Webtechnologien.
IOS war für mich immer wieder ein Thema, mit dem ich mich mal mehr, mal weniger beschäfigt habe. Dabei war mir aber schnell klar, dass ich mit Objective C nicht warm werde und so dauerte es noch eine ganze Weile, bis Apple dann überraschend SWIFT einführte. Damit kam ich schon deutlich besser klar, aber meine privaten Projekte scheiterten an verschiedenen Herausforderungen, wobei die immer wieder von Apple durchgeführten Änderungen an der Sprache mich doch stark frustrierten.
Auch heute ist es so, dass ich SWIFT zwar gut lesen kann, aber das Schreiben doch eher mühsam ist.
Anfang dieses Jahres habe ich dann mit claude code und den neueren Modellen festgestellt, dass die Qualität deutlich gestiegen ist.
Warum privat?
Über Weihnachten habe ich dann zwei Spielideen experimentell gestartet und habe mit einem Idle-Clicker und einer Handelssimulation zwei Projekte gebaut, die vor allem meinen Kindern viel Spaß gemacht haben.
Für mein neuestes Projekt will ich etwas weiter gehen und auch eine Veröffentlichung im App Store erreichen.
Der Ideengeber für mein Projekt ist ein Pilz-Strategiespiel, das mir vor längerer Zeit sehr gut gefallen hat. Inzwischen ist das Spiel aber an seiner Monetarisierung so erstickt, dass es wirklich keinen Spaß mehr macht. Nach jedem Start des Spiels muss man sich erst an vier bis fünf „Sonderangeboten“ vorbeiklicken und die gesamte Spielmechanik basiert auf Premium-Abos und teuren „Spezial-Helden“ und Funktionen. Jede Menge Truhen und Edelsteine und weitere drei bis vier Extrawährungen machen das Spiel extrem nervig.
Wie wäre es, wenn man ein ähnliches Strategiespiel entwerfen könnte, das vielleicht Extra-Kampagnen mit einmaligen In-App-Purchases freischaltet, aber ansonsten auf alle nervigen Pay-To-Win-Mechanismen verzichtet.
Um aber auf keinen Fall in einen Konflikt mit meinem Arbeitgeber zu kommen, habe ich bewusst darauf verzichtet KI-Unterstützung zu verwenden, die durch ihn finanziert werden.
Für dieses Projekt habe ich mir also zwei Zugänge privat gebucht und bezahle sie auch selbst: Claude Max und ChatGPT Pro. Kein Firmen-Account, kein Firmen-Code, keine Firmen-Zeit.
Was daraus geworden ist
“Ameisenfeld” ist ein Echtzeit-Strategiespiel auf einem Sechseck-Raster. Nester produzieren fortlaufend Ameisen, man zieht von einem Gebäude auf ein Ziel, und dann marschiert eine Welle los. Drei Gebäudetypen: Nest, Schmiede, Turm. Mehr Bausteine gibt es eigentlich nicht.
Daraus sind inzwischen 54 Missionen in drei Kampagnen geworden, mit einer Kristall-Ökonomie, einer erzählten Geschichte und einer Vertonung. Also deutlich mehr, als ich ursprünglich vorhatte.
Wie weit das gegangen ist, sieht man vermutlich am besten nebeneinander:
Erste Erkenntnisse
Ich habe bei diesem Projekt bewusst darauf verzichtet selbst Code zu schreiben. Alles was hier entstanden ist, ist rein KI generiert.
- Opus 5 und gpt-6-astra sind sehr mächtige Tools und die „kleinen“-Abos reichen leider nicht ansatzweise aus, um sinnvolle Fortschritte zu erzielen. Selbst mit den großen Abos stoße ich immer wieder an die Limits und habe erzwungene längere Wartezeiten.
- Codex hat den /imagegen Skill, der gerade für das im Spiel verwendete Artwork sehr nützlich ist.
- Claude Code mit „UltraCode“ saugt die Usage-Limits extrem schnell leer, erzielt aber extrem gute Ergebnisse
- Während man bei Claude auf das nächste Usage-Reset wartet kann man sich ganz gut mit Codex weiterhelfen und umgekehrt.
- Elevenlabs macht sehr gute Text-To-Speech Artefakte, meine eigene erzeugte Stimme für die Ameisen-Königin gefällt mir wirklich gut.
Next Steps
Ich werde die weitere Entwicklung mit BlogPosts begleiten und dabei die Fortschritte präsentieren. Viel Spaß damit.





